DVSI informiert über Entgeltanpassung für Heimarbeiter
Der Heimarbeitsausschuss für die Herstellung von Spielwaren, Christbaumschmuck, Festartikeln und verwandten Artikeln sowie von Souvenirs verständigte sich Ende Juli im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS) auf eine neue Entgeltregelung.
Der in den letzten Jahren gestiegene Mindestlohn machte jetzt eine Angleichung von Entgelten für die Heimarbeiter aus den Bereichen Spielwaren, Christbaumschmuck, Festartikeln und verwandten Artikel sowie von Souvenirs an den gesetzlichen Mindestlohn notwendig. Seit Oktober 2022 wurde der Mindestlohn viermal erhöht. Als Richtschnur und unterste Haltelinie bei den Verhandlungen gilt für das Ministerium die 2/3-Marke vom gesetzlichen Mindestlohn. Die Vorsitzende des Heimarbeitsausschusses, Konstanze Bernhard (StMAS), gab zu bedenken, dass die Tariferhöhung aus der letzten Tarifrunde bisher nicht nachgezeichnet worden sei. Sie betonte außerdem, Ziel des Ausschusses sei eine Heranführung der Entgelte an die Tariflöhne. Die Arbeitgeberseite, vertreten durch Dr. Matthias Weigand (Bruder Spielwaren), Horst Loquai (Loquai Holzkunst) und Ulrich Brobeil (GF DVSI), wiesen auf die angespannte Situation der Spielwarenbranche hin. Am Ende der Verhandlungen verständigten sich die Tarifpartner auf eine stufenweise Anpassung zum 1.1.2027 um 3,51 Prozent, zum 1.7.2027 um zwei Prozent und zum 1.1.2028 um weitere zwei Prozent.