DVSI unterstützt Neuordnung der Ausbildung zum Spielzeughersteller
Die letzte Reform der Ausbildungsordnung zum/zur SpielzeugherstellerIn erfolgte 1997. Sie entspricht nicht mehr heutigen Anforderungen. Der DVSI stieß deshalb beim Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung (KWB), welches die Interessen der Wirtschaft in der beruflichen Bildung vertritt, eine Modernisierung an. Gesucht werden weitere Spielzeugunternehmen, die den DVSI unterstützen und Inhalte beisteuern.
Die duale Ausbildung ist eine zentrale Säule zur Fachkräftesicherung und essenziell für die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Das Ausbildungssystem gilt deshalb auch weltweit als Erfolgsmodell, das Deutschland eine internationale Spitzenposition bei der Herstellung von Qualitätsprodukten sicherte. Das Modell gerät seit Jahren unter Druck, weil sich immer weniger junge Menschen für eine duale Ausbildung entscheiden.
Der Fachkräftemangel fängt bereits bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen an, denn eine attraktive inhaltliche Ausgestaltung der Ausbildung und moderne Arbeitsbedingungen und sind zwei kaum zu unterschätzende Faktoren, um eine drohende Fachkräftelücke zu schließen. Das trifft auch auf die Spielwarenbranche zu.
Die letzte Neuordnung desAusbildungsberufes SpielzeugherstellerIn erfolgte 1997. Sie entspricht nicht mehr den Anforderungen der Gegenwart. Bei der Modernisierung der Ausbildungsinhalte und -verordnungen vertritt das Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung (KWB) die Positionen der Wirtschaft.
„Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung“, so DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil, „sowie veränderter Arbeits- und Geschäftsprozesse müssen sich die Inhalte als auch die Interessen der Unternehmen stärker als bisher in den Ausbildungsinhalten widerspiegeln. Wir brauchen eine Neufassung.“ Der DVSI hat deshalb in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung (KWB), der DIHK und den Unternehmen Heunec (allen voran), Ravensburger, Sigikid, Nici, Habermaaß und Bruder die Initiative Create in Germany aufgelegt und eine Reform des Ausbildungsberufs angestoßen. Die Berufsbezeichnung soll künftig lauten: SpielzeugentwicklerIn.
Gesucht werden weitere Spielwarenunternehmen, die Vorschläge zur Modernisierung beisteuern möchten und das Vorhaben unterstützen. „Die Spielwarenbranche zeichnet sich durch eine enorme Vielfalt aus“, so Ulrich Brobeil, „das sollte in eine Reform einfließen, weshalb sich auch alle Unternehmen aufgefordert fühlen dürfen, noch Input beizusteuern.“