Geburtenrate sinkt im Jahr 2025 auf 1,32 Kinder je Frau
- Geburtenrate auf dem niedrigsten Stand seit 1997 – Rückgang sowohl bei deutschen als auch bei ausländischen Frauen
- Höchste Geburtenhäufigkeit in Niedersachsen, niedrigste in Sachsen
- Frauenjahrgang 1976 brachte im Schnitt 1,58 Kinder je Frau zur Welt
Die zusammengefasste Geburtenziffer in Deutschland, oft als Geburtenrate bezeichnet, war im Jahr 2025 mit 1,32 Kindern je Frau um 2,7 Prozent niedriger als im Vorjahr (1,35 Kindern je Frau). Damit sank die Geburtenrate seit dem Jahr 2022 kontinuierlich. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war die Geburtenziffer zuletzt vor knapp 20 Jahren auf einem ähnlich niedrigen Niveau (2006: 1,33 Kinder je Frau). Noch niedriger lag sie Mitte der 1990er-Jahre mit einem Tiefstwert von 1,24 Kindern je Frau. Die damals Geborenen bilden die derzeit relativ kleine Generation potenzieller Eltern. Die Zahl der Geburten war im Jahr 2025 infolge dieser Entwicklung auf den niedrigsten Stand der Nachkriegszeit gesunken: Nach endgültigen Ergebnissen wurden im Jahr 2025 in Deutschland 654.241 Kinder geboren.
Geburtenrate in Sachsen auf niedrigstem Stand seit 1998
In den Bundesländern lag die Geburtenrate 2025 zwischen 1,16 in Sachsen und 1,38 Kindern je Frau in Niedersachsen. In Sachsen war die Geburtenziffer zuletzt im Jahr 1998 noch niedriger gewesen (1998: 1,11). Niedersachsen ist bereits seit 2018 das Land mit der höchsten Geburtenhäufigkeit. Allerdings sank auch hier die Geburtenziffer zum ersten Mal seit 16 Jahren unter 1,40 (2009: 1,38).
Die Geburtenhäufigkeit in den östlichen Flächenländern war mit 1,22 Kindern je Frau geringer als in den westlichen Bundesländern mit 1,34 Kindern je Frau. Am höchsten in Ostdeutschland war die Geburtenziffer mit 1,30 Kindern je Frau in Brandenburg.
Im Vergleich zum Vorjahr sank die Geburtenrate 2025 außer in Hamburg (+0,4 % auf 1,24 Kinder je Frau) in allen Bundesländern. Den stärksten Rückgang verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern (-6,3 % auf 1,21 Kinder je Frau).
Geburtenziffer bei deutschen und ausländischen Frauen
Die Geburtenrate der Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit sank 2025 auf 1,20 Kinder je Frau. Eine ähnlich niedrige Geburtenhäufigkeit wurde bei den deutschen Frauen zuletzt vor knapp 30 Jahren gemessen (1996: 1,22 Kinder je Frau). Gegenüber dem Vorjahr ging die zusammengefasste Geburtenziffer deutscher Frauen, ähnlich wie schon im Jahr 2025, um 2,8 Prozent zurück.
Die zusammengefasste Geburtenziffer der Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit lag im Jahr 2025 bei 1,78 Kindern je Frau und war damit um 3,3 Prozent geringer als im Vorjahr (1,84 Kinder je Frau). Die Geburtenhäufigkeit der ausländischen Frauen geht seit 2017 mit Ausnahme des Jahres 2021 kontinuierlich zurück.
Altersunterschied zwischen Müttern und Vätern
Mütter waren im Jahr 2025 bei einer Geburt – unabhängig davon, ob es die Geburt des ersten oder eines weiteren Kindes war – im Durchschnitt 31,9 Jahre und Väter 34,8 Jahre alt. Im Vorjahresvergleich nahm das Durchschnittsalter der Eltern bei Geburt des Kindes leicht um jeweils 0,1 Jahre zu. Zwischen 1991 und 2025 nahm es bei Müttern um 4,0 Jahre (1991: 27,9 Jahre) und bei Vätern um 3,8 Jahre zu (1991: 31,0 Jahre).
Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes lag 2025 bei 30,5 Jahren. Die Väter waren beim ersten Kind der Mutter im Schnitt 33,3 Jahre alt. Der Altersabstand zwischen den Eltern beim ersten Kind hat sich in den vergangenen zehn Jahren von 3,2 im Jahr 2015 auf 2,8 Jahre im Jahr 2025 reduziert.