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Globeone Future Readiness Index: Sind deutsche Unternehmen zukunftsfähig

Die deutsche Wirtschaft steht unter massivem Druck – und mit ihr die Zukunftsfähigkeit vieler Unternehmen. Geopolitische Spannungen, Ressourcenknappheit, technologische Disruptionen sowie zunehmender globaler Wettbewerb stellen Organisationen nicht nur strategisch, sondern auch kommunikativ vor grundlegende Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund hat die Unternehmensberatung Globeone erstmals den repräsentativen Future Readiness Index (FRI) veröffentlicht – eine umfassende Studie zur Wahrnehmung der Zukunftsfähigkeit deutscher Marken und Unternehmen.

Zentrales Ergebnis: Weniger als 50 Prozent der untersuchten Unternehmen gelten aus Sicht der Bevölkerung als future ready. Nur 12 Prozent der analysierten Marken zählen zu den Top-Performern, während sich ein Großteil im Mittelfeld bewegt. Neun Unternehmen weisen sogar erhebliche Defizite auf und werden im Schnitt nur von jedem dritten Befragten als zukunftsfähig wahrgenommen.

"Viele Transformationen bleiben nach innen gerichtet. Entscheidend ist jedoch, wie sie außerhalb des Unternehmens verstanden und bewertet werden", erklärt Niklas Schaffmeister, Managing Partner von Globeone. "Zukunftsfähigkeit entsteht nicht allein durch Strategie – sie braucht einen externen Realitätscheck."

dm führt Ranking deutlich an 

An der Spitze des Rankings steht der Drogeriemarkt dm mit deutlichem Abstand. Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz, Rossmann, Siemens Healthineers und Fielmann bildet dm die Top 5. Am unteren Ende rangieren unter anderem Deutsche Bahn, Bild und Vonovia.

Branchenübergreifend zeigen sich deutliche Unterschiede: Handel, Technologie und Medizintechnik gelten als besonders zukunftsfähig, während insbesondere die Immobilien-, Medien- sowie Finanzbranche deutlich schlechter bewertet werden. Auffällig: Drei Immobilienunternehmen zählen zu den Schlusslichtern, und in mehreren Branchen liegt der Großteil der Marken unterhalb der kritischen 50-Punkte-Marke.

Emotionale Faktoren als Schwachstelle

Im Durchschnitt erreichen die untersuchten Unternehmen 59,2 Indexpunkte. Besonders kritisch ist die emotionale Dimension der Zukunftsfähigkeit: Vielen Marken fehlt es an Inspiration, Identifikationskraft und einer überzeugenden Zukunftsvision, die Kunden, Mitarbeitende und die Gesellschaft adressiert. Gleichzeitig wirken gesellschaftliche Akzeptanz und wahrgenommene Leistungsstärke als wichtigste Treiber positiver Bewertungen. "Zukunft ist kein Selbstläufer. Vertrauen ist fragil, Differenzierung selten – und viele frühere Marktführer verlieren an Relevanz", sagt Globeone-Partner Simon Aschermann, Co-Author der Studie.

Branchen im Detail: Nähe schlägt Größe

Der Handel profitiert besonders von seiner Nähe zum Konsumenten und hoher Alltagsrelevanz. Unternehmen wie dm, Rossmann oder Fielmann überzeugen über alle Dimensionen hinweg. Technologiemarken zeigen starke Leistungswerte, haben jedoch besonderen Nachholbedarf bei emotionaler Bindung.

Auch Konsumgütermarken punkten durch Bekanntheit und Sympathie, während klassische Industrien wie Engineering vor allem durch Fortschritt und Qualität wahrgenommen werden, jedoch ebenfalls Defizite in der emotionalen Ansprache aufweisen.

www.globe-one.com