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Iran-Krieg: Einzelhandel fordert wirksame Kostenentlastung

Angesichts steigender Belastungen für Unternehmen und Verbraucher fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) schnelle und wirksame Entlastungsmaßnahmen. Eine aktuelle HDE-Umfrage zeigt die starke Betroffenheit der Branche und Kritik an den bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung.

Lage verschärft sich

„Die Kosten explodieren. Schon vor dem Iran-Krieg war die Lage bei Energie und Personal schwierig, nun verschärft sie sich weiter. Es braucht echte Reformen mit nachhaltiger Wirkung“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Laut Umfrage halten 85 % der Händler die Kraftstoffsteuersenkung für unzureichend. Auch die geplante Entlastungsprämie von 1000 Euro stößt auf Ablehnung: 83 % sehen diese als staatliche Aufgabe, nicht als Leistung der Arbeitgeber. Von Preen kritisiert, dass Unternehmen die Entlastung zusätzlich zu den Löhnen tragen sollen.

Belastungsgrenze ist erreicht

Die Branche sieht sich an der Belastungsgrenze: 89 % erwarten weitere Kostensteigerungen durch den Iran-Krieg und wissen nicht, wie sie diese auffangen sollen. Der HDE fordert daher unter anderem eine Senkung der Stromsteuer auf das Mindestmaß sowie eine Deckelung der Lohnnebenkosten bei 40 %. Laut Umfrage sehen 72 % der Händler Arbeitsplätze gefährdet.

Die Befragung fand vom 16. bis 20. April 2026 unter 436 Handelsunternehmen in Deutschland statt.

Quelle: HDE Pressemitteilung