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KMUs trotzen widrigen Umständen

Die Konsumstimmung der Deutschen ist eingetrübt, doch die Zuversicht und der Unternehmergeist des Mittelstands sind weiterhin ungebrochen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von PayPal. 89 Prozent der 500 befragten Betriebe blicken demnach optimistisch in die Zukunft. Das gilt insbesondere für Unternehmen mit Onlineshops, hier sind sogar 91 Prozent der befragten KMUs zuversichtlich. 

Das Ergebnis ist überraschend, nachdem die eingetrübte Wirtschaftslage so manches kleine und mittlere Unternehmen in existenzielle Schwierigkeiten gebracht hat. Doch die meisten KMUs sind wandlungs- und anpassungsfähig: So gaben neun von zehn der kleinen und mittleren Unternehmen an, dass sie sich bereits an die negativen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen mussten – und immerhin sechs von zehn sehen diese Notwendigkeit auch im Hinblick auf das restliche Jahr. 

Zu den größten Herausforderungen für KMUs gehören für 19 Prozent die hohe Inflation und die damit steigenden Materialkosten. Jedes fünfte Handelsunternehmen (21 Prozent) rechnet mit einem Rückgang der Gesamtausgaben bei der Kundschaft. Das deckt sich mit den Erkenntnissen zum Verhalten der Konsument:innen, von denen PayPal 1.000  in Deutschland befragt hat. Von ihnen gibt fast die Hälfte an, weniger für Mode und Einzelhandel (49 Prozent), Restaurants (49 Prozent), Haushaltswaren und Einrichtungsgegenstände (45 Prozent) sowie Sportartikel (45 Prozent) auszugeben.  

Die Inflation hinterlässt somit ihre Spuren in der Konsumlaune der Deutschen. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der befragten Verbraucher*innen hat kein gutes Gefühl mit Blick auf ihre persönlichen Finanzen. 68 Prozent bezweifeln, dass sich die deutsche Wirtschaft auf kurze Sicht erholen wird. Dem stehen weniger als ein Drittel Optimisten gegenüber (31 Prozent). In der Folge schieben zwei Drittel der Deutschen große Anschaffungen vorerst auf und rund die Hälfte hat ihre Ausgaben insgesamt deutlich eingeschränkt. Viele KMUs sind deshalb vorsichtig, was die weitere Entwicklung ihres Geschäfts angeht: Drei Viertel der Unternehmen glauben, dass die anhaltend hohe Inflation ihr Budget für die weitere betriebliche Entwicklung einschränkt. Rund 68 Prozent sehen durch Probleme in der Lieferkette die Entwicklung und Verbesserung von Produkten gefährdet. 

Dennoch stehen deutsche KMUs dem wirtschaftlichen Klima und der gesunkenen Konsumlaune nicht tatenlos gegenüber. Im Gegenteil: So gibt es eine Reihe von Maßnahmen, mit denen kleine und mittlere Unternehmen gegensteuern und ihr Business krisenfest aufstellen können:

Prioritäten setzen

Deutsche KMUs legen ihr Hauptaugenmerk weniger auf die Pflege des Kundenstamms als auf die Optimierung von Prozessen. Fast die Hälfte der deutschen KMUs (47 Prozent) sieht den Bereich Prozessoptimierung als höchste Priorität an, noch vor dem Vertrieb/Sales (31 Prozent) und der Produktentwicklung (22 Prozent). So haben die deutschen KMUs bereits im vergangenen Jahr durch Prozessoptimierung erfolgreich der Inflation getrotzt: 71 Prozent haben Kosten eingespart, 56 Prozent ihre Zahlungsplattform aktualisiert, neue Vertriebskanäle für sich entdeckt und neue Verwaltungstools eingesetzt. Aber sie haben sich auch internationaler aufgestellt und mehr in Marktforschung investiert. 

 

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