Kompass Gen Z erforscht Lebenswelt junger Menschen in Deutschland
Für die Studie Kompass Gen Z hat moweb research im Auftrag der Initiative für echtes Leben e.V. (IFEL) im Zeitraum Oktober bis November 2025 junge Menschen im Alter von 16 bis 28 Jahren befragt. Die Onlineerhebung von moweb wurde ergänzt durch 191 qualitative Interviews, durchgeführt von der neuen KI-Software des Instituts xelper aus Köln. Dieser Mix der Methoden ergab ein vielschichtiges Bild, wie die Gen Z derzeit sich und ihre Welt erlebt und bewertet.
Ergebnisauszüge aus der Befragung
Identität und Selbstbild
• 53,1 Prozent schätzen Beziehungen mehr als materielle Dinge (männlich: 46,9%; weiblich: 59,2%)
• 41,9 Prozent sagen: Ehrlichkeit ist mir der wichtigste Wert (m: 34,6%; w: 49,8%)
Wünsche, Hoffnungen und Träume
• 38 Prozent glauben, dass sich ihre Träume erfüllen lassen (m: 44,4%; w: 31,8%)
• 41,9 Prozent aller Befragten wünschen eine Balance zwischen digitalen und "echten" Erfahrungen
Sorgen und Ängste
• 39 Prozent machen aktuell mentaler Stress am meisten Sorgen (m: 31,3%; w: 47,5%)
• Klimawandel und Umweltzerstörung werden dagegen nur zu 16 Prozent genannt
Inspiration und Motivation
• 32 Prozent fehlt es v.a. an mentaler Stärke, um richtig durchzustarten (m: 26,7%; w: 36,9%)
• 60 Prozent lassen sich v.a. von Freunden oder Bekannten inspirieren (von Influencern: nur 29%)
Fähigkeiten und Lernen
• Als Wunschskill nennen 22 Prozent ein positives Mindset (m: 16,9%; w: 27,1%)
• 32 Prozent sagen am liebsten lerne ich auf Social Media neue Fähigkeiten (Schule/ Uni: 20%)
Ausblick in die Zukunft
• 30,8 Prozent haben eine klare Vorstellung von ihrem Leben in zehn Jahren
• 56 Prozent glauben, dass die Gen Z die Gesellschaft (noch) positiv prägen wird (m: 62,1%; w: 51,7%)
In der Studienpräsentation sind sämtliche Ergebnisse nach Geschlecht, Altersklassen (16-19; 20-23; 24-28 Jahre), sozialem Status (Schüler/ Student; Berufstätig; Ohne Beschäftigung) sowie Wohnort (städtisch; ländlich) aufgeschlüsselt.
Weitere Erkenntnisse aus der Studie
• Der Gen Z ist Authentizität und Selbstbestimmung wichtiger als der schöne Schein auf der Social-Media-Bühne.
• Dem (gefühlt) hohen Druck von allen Seiten stehen die jungen Menschen mit einer sehr selbstkritischen Wahrnehmung bei jedoch wenig Selbstvertrauen gegenüber.
• Ihre ausgeprägten Wünsche nach Sicherheit werden kontrastiert durch erhebliche wirtschaftliche Sorgen.
• Dazu kommen Zweifel an ihrer künftigen mentalen Gesundheit, beeinflusst durch die Krisen der Welt, persönliche Überlastung, sozialen Druck und der Angst vor Einsamkeit.
• Die Gen Z sagt aber auch: Soft-Skills wie Disziplin und Empathie sind als persönliche Kompetenzen am meisten gefragt, ermöglichen ihnen in einer zunehmend fragilen Welt aber nur wenig Raum für große Handlungsspielräume oder gar Visionen für eine bessere Zukunft.