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Konsumlaune der oberen Einkommensgruppen trübt sich ein

Die Konsumstimmung verschlechtert sich für Oktober vor allem bei Menschen mit höherem Einkommen. Das zeigt eine vertiefende soziodemografische Auswertung des in der vergangenen Woche veröffentlichten NIM Konsumklimas powered by GfK. 

Einkommenserwartung, Anschaffungs- und Sparneigung in den Einkommensgruppen

Obere 25 Prozent 

In der Einkommensgruppe der oberen 25 Prozent nehmen die Einkommenserwartungen in diesem Monat ab, die Anschaffungsneigung sinkt deutlich und die Sparneigung erhöht sich leicht weiter, ausgehend von einem bereits hohen Niveau. In Summe zeigt sich dadurch ein Rückgang des Konsumklima Indikators von 13,8 Punkten auf ein Niveau von -38,0 Punkten. 

Obere Mitte 

Nach einem kräftigen Anstieg im Vormonat gibt der Indikator der Einkommenserwartung in der oberen Mitte nun wieder stärker nach. Die Anschaffungsneigung bleibt weitgehend stabil, während die Sparneigung spürbar zunimmt. Dadurch sinkt der Konsumklima Indikator um 9,6 Punkte auf ein Niveau von -28,7 Punkten.

Untere Mitte 

In der unteren Mitte geben die Einkommenserwartungen nicht nach, und die Anschaffungsneigung erholt sich leicht. Die Sparneigung nimmt zuletzt leicht ab. Das führt zu einem kleinen Plus von 3,0 Punkten, wodurch der Konsumklima Indikator der unteren Mitte ebenfalls bei -28,7 Punkten steht.

Untere 25 Prozent 

Bei der untersten Einkommensgruppe lassen die Einkommenserwartungen deutlich nach, aber die Anschaffungsneigung bleibt weitestgehend unverändert, während die Sparneigung weiter zurückgeht. Der Konsumklimaindikator sinkt damit geringfügig um 1,0 Punkte und steht bei -22,4 Punkten. 

"Besonders auffällig ist die Entwicklung von Anschaffungs- und Sparneigung in der oberen Einkommenshälfte: Während die Anschaffungsneigung stagniert oder sinkt, nimmt die Sparneigung zu“, so Anja Bauer, Senior Researcher beim NIM. „Für den Konsum ist das besonders relevant, denn auf die obere Einkommenshälfte entfallen rund 68 Prozent der Konsumausgaben, auf die untere Hälfte nur etwa 32 Prozent. Und wir sehen hier nicht nur einen kurzfristigen Ausschlag: Vor allem bei den oberen 25 Prozent beobachten wir die Eintrübung bereits seit Beginn des Iran-Kriegs. Wenn einkommensstärkere Haushalte größere Anschaffungen aufschieben und stattdessen mehr sparen, könnte das die Konsumerholung spürbar bremsen.“

Detaillierte Informationen

www.nim.org