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Nintendo stellt Verkauf der Switch ein

Nintendo beendet den Verkauf der ersten Switch-Generation. Ab Mitte Februar 2027 liefert das Unternehmen die Konsolen nicht mehr an den Handel, teilte Nintendo auf einer Support-Seite mit. Betroffen sind die Switch, die Switch Lite und das OLED-Modell – fast zehn Jahre nach dem Marktstart der Switch im März 2017.

2026 werden die drei Konsolen laut der Support-Seite noch regulär produziert und sollen in Europa breit verfügbar bleiben. Der Switch-Rückzug liegt an der EU-Batterieverordnung, die ab dem 18. Februar 2027 greift: Sie schreibt vor, dass sich Akkus in vielen Gerätekategorien vom Nutzer austauschen lassen müssen. Statt die älteren Produkte entsprechend umzurüsten, nimmt Nintendo sie komplett aus dem Programm.

Neben den drei Switch-Modellen entfallen deshalb auch der Switch Pro Controller, die Retro-Controller im NES-, SNES- und Mega-Drive-Design sowie das Zubehör „Pokémon GO Plus +“ aus dem Sortiment. Der eShop, Nintendo Switch Online und die übrigen Dienste für die erste Switch sollen auf absehbare Zeit weiterlaufen. Bereits verkaufte Geräte sind nicht betroffen: Die neuen Vorgaben gelten nur für Produkte, die nach dem Stichtag in den Handel kommen.

Wechselakku für Switch 2

Für die aktuelle Produktgeneration geht Nintendo einen anderen Weg: Die Switch 2 und mehrere Controller werden ab Sommer schrittweise durch überarbeitete Versionen ersetzt, deren Akku die Nutzer selbst wechseln können. Den Anfang machen ausgewählte Joy-Con-Farben für die erste Switch. Im Herbst folgt die Switch-2-Konsole samt beiliegenden Joy-Con-2-Controllern, im Winter kommen einzeln verkaufte Joy-Con 2 und der Switch 2 Pro Controller an die Reihe. Die N64- und GameCube-Controller folgen Anfang 2027. Nicht alle europäischen Länder werden gleichzeitig beliefert, schreibt Nintendo.

An der Funktionalität ändert sich laut Nintendo nichts, wohl aber an einigen Eckdaten. Die überarbeitete Switch 2 wiegt 411 Gramm und damit zehn Gramm mehr als die aktuelle Version, ihr Akku fällt mit 5172 mAh minimal kleiner aus. Deutlicher schrumpft der Akku des Switch 2 Pro Controllers: 897 statt 1070 mAh bedeuten ein Minus von 16 Prozent. Dafür wird das Gamepad 7 Gramm leichter. Der GameCube-Controller für die Switch 2 legt beim Akku sogar leicht zu. Passende Austausch-Akkus will Nintendo künftig als Ersatzteil-Kits im eigenen Store verkaufen.

Recht auf Reparatur

Die Batterieverordnung ist Teil der EU-Bemühungen um ein Recht auf Reparatur. Dass Nintendo für den EU-Markt eine Switch 2 mit Wechselakku vorbereitet, hatte das Unternehmen Anfang Juni auf einer Compliance-Seite bestätigt – damals noch ohne Termin und technische Details. Bislang braucht es für den Akkutausch bei der Switch 2 Werkzeug, Geduld und Sachverstand.

www.nintendo.com