NIQ: Spielwaren-Ausgaben in der Schweiz erreichen zweithöchsten Wert seit zehn Jahren
Aktuelle NIQ Studienergebnisse zeigen: Trotz wirtschaftlicher Unsicherheit plant die Schweizer Bevölkerung deutlich höhere Ausgaben für Spielwaren als im Vorjahr. Mit durchschnittlich 424 Schweizer Franken liegt der geplante Betrag auf dem zweithöchsten Niveau seit Beginn der Erhebung vor zehn Jahren.
Steigende Lebenshaltungskosten, erhöhte Gesundheitsausgaben und wirtschaftliche Unsicherheiten können den Spielwarenkonsum in diesem Jahr nicht bremsen. Die Ausgaben für Weihnachtsgeschenke im Bereich Spielwaren steigen deutlich: 2025 planen Konsumentinnen und Konsumenten durchschnittlich 424 Schweizer Franken auszugeben – ein Plus von rund 14 Prozent gegenüber 2024. Damit wird der zweithöchste Wert seit Studienbeginn erreicht (Rekordjahr: 2022). Männer geben im Schnitt mehr aus als Frauen, die Westschweiz liegt klar vor der Deutschschweiz, und die Altersgruppe 16 bis 29 Jahre investiert deutlich mehr als die mittleren und höheren Altersgruppen.
Online-Shopping bleibt beliebt – stationärer Handel legt leicht zu
Erstmals seit drei Jahren steigt das Interesse am klassischen Einkaufsbummel wieder leicht. Besonders in der Westschweiz (30 Prozent nur im Geschäft) ist die Beliebtheit höher als in der Deutschschweiz (16 Prozent nur im Geschäft). Insgesamt bleibt das Einkaufsverhalten hybrid: 70 Prozent kaufen sowohl online als auch im Geschäft, 20 Prozent nur im Geschäft und zehn Prozent ausschliesslich online.
Zeitpunkt der Spielwareneinkäufe bleibt konstant
27 Prozent der Befragten – ein seit Jahren nahezu unveränderter Wert – erledigen den Grossteil der Spielwareneinkäufe erst zwei Wochen vor der Bescherung und zahlen dann den vollen Preis. Die zuvor ausgeprägten Unterschiede zwischen den Altersgruppen im Vorjahresvergleich haben sich deutlich verringert: Jüngere Käuferinnen und Käufer bis 29 Jahre kaufen vermehrt früher (2025: 32 Prozent gegenüber 48 Prozent im Vorjahr), während die Altersgruppen bis 49 Jahre (2025: 27 Prozent vs. 2024: 23 Prozent) und bis 74 Jahre (2025: 24 Prozent vs. 2024: 14 Prozent) entspannter sind.
Black Friday verliert leicht an Bedeutung
20 Prozent nutzten die Angebote am Black Friday – ein Rückgang um zwei Prozentpunkte gegenüber vor zwei Jahren. Ein Grund könnte die wachsende Zahl früher angesetzter Aktionstage und -wochen grosser Händler sein.