Oberösterreich: Umsatz im Weihnachtsgeschäft 2025 voraussichtlich auf Vorjahresniveau
Nach einem verhaltenen Start habe das Weihnachtsgeschäft im oberösterreichischen Handel an den letzten beiden Samstagen vor Weihnachten deutlich an Fahrt aufgenommen, hieß es am Freitag in einer Aussendung der Wirtschaftskammer Oberösterreich.
Gezielte Käufe und Selbstbelohnung
"Nach anfänglichem Schlendern und Gustieren gingen die Kunden in den letzten beiden Wochen dazu über, gezielt Geschenke für ihre Liebsten zu kaufen. Ganz stark waren in den meisten Regionen der 22. und 23. Dezember", zieht Martin Sonntag, Obmann der Sparte Handel in der WKOÖ, eine erste Zwischenbilanz. Auffällig sei heuer auch gewesen, dass neben klassischen Weihnachtsgeschenken vermehrt für den Eigenbedarf eingekauft wurde – Stichwort Selbstbelohnung
Gutscheine und europäische Produkte gefragt
Das Weihnachtsgeschäft habe bereits mit Black Friday und Cyber Monday begonnen, werde aber noch lange nicht abgeschlossen sein, betont Sonntag. Gutscheine zählen auch 2025 wieder zu den beliebtesten Geschenken und würden vielfach erst nach den Feiertagen eingelöst. "Das Weihnachtsgeschäft zieht sich bis weit in den Januar und sogar bis in den Februar hinein", so Sonntag. Ein abschließendes Resümee sei daher erst deutlich später möglich.
Neben Gutscheinen und qualitativ hochwertigen Produkten wurden vermehrt Waren europäischen Ursprungs nachgefragt. Im Lederwarenhandel waren klassische Geschenke wie Geldbörsen, Handtaschen und Kleinlederwaren gefragt, aber auch Koffer. Im Elektrohandel standen zu Beginn größere Anschaffungen rund um Black Friday im Fokus, später dominierten klassische Weihnachtsgeschenke wie Fernsehgeräte, Haushaltsgeräte und Spielwaren.
Umsatz auf stabilem Niveau erwartet
Insgesamt rechnet der oberösterreichische Handel damit, den Umsatz des Weihnachtsgeschäfts 2024 zumindest zu halten oder leicht zu übertreffen. Ob dieses Ziel tatsächlich erreicht wird, sollen laut Sonntag vor allem die Gutschein-Einlösungen und das Umtauschgeschäft nach den Feiertagen zeigen – auch vor dem Hintergrund der starken Konkurrenz durch asiatische Online-Billigplattformen.
Ausblick auf das kommende Jahr
Für 2026 erwartet Sonntag ein weiteres schwieriges Jahr für den heimischen Handel. Steigende Energie- und Personalkosten ließen sich nicht vollständig an die Kunden weitergeben, viele Betriebe hätten nach zwei fordernden Jahren nur noch geringe finanzielle Reserven. Gleichzeitig hofft der Handel auf gleiche Wettbewerbsbedingungen für Billigimporte aus Asien – insbesondere bei Normen, Steuern und rechtlichen Vorgaben.
Quelle: nachrichten.at