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Playmobil schreibt erneut Verlust

Die Horst Brandstätter Group kämpft im Geschäftsjahr 2024/2025 erneut mit sinkenden Umsätzen. Der Verlust fällt jedoch nach Konzernangaben niedriger aus als im vorherigen Geschäftsjahr. Besonders die Kernmarke Playmobil kämpft weiter mit rückläufigen Erlösen. Nach der Schließung des letzten deutschen Produktionsstandorts setzt der Konzern nun vor allem auf neue Produkte, Fußball-Lizenzen und bekannte internationale Marken.

Umsatz sinkt auf 409 Millionen Euro

Die Horst Brandstätter Group erzielte im Geschäftsjahr 2024/2025 nach eigenen Angaben einen Umsatz von 409 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es auf vergleichbarer Basis 449 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von knapp neun Prozent. Das Unternehmen betont allerdings, dass sich das Tempo des Umsatzrückgangs gegenüber früheren Jahren abgeschwächt habe. Der Konzern verweist zugleich auf hohe Investitionen in die strategische Neuausrichtung, Produktinnovationen und strukturelle Veränderungen. Hohe Energie- und Infrastrukturkosten in Deutschland und Teilen Europas würden den Kostendruck zusätzlich erhöhen. Die Marke Playmobil steht dabei besonders im Fokus: Sie steuerte zuletzt etwa 82 Prozent des Konzernumsatzes bei, ihre Erlöse gingen jedoch um mehr als elf Prozent zurück.

Produktion in Deutschland ist beendet

Ende Juni wurde das Playmobil-Werk im mittelfränkischen Dietenhofen geschlossen. Rund 350 Beschäftigte waren von diesem Schritt betroffen. Bereits kurz vor dem offiziellen Schließungstermin am 30. Juni war die Produktion vollständig eingestellt worden. Für die Mitarbeiter wurden unter anderem eine Transfergesellschaft und Abfindungen vereinbart. 
Damit werden die Playmobil-Figuren nicht mehr in Deutschland produziert. Die Fertigung wurde in den Werken auf Malta und in Tschechien gebündelt. Als Gründe nennt der Konzern unter anderem die hohen Produktions-, Lohn- und Energiekosten in Deutschland. Entwicklung, Verwaltung, Marketing, Vertrieb und Logistik sollen dagegen weiterhin in Deutschland angesiedelt bleiben.

Mit Bundesliga und Barbie aus der Krise

Gleichzeitig versucht Playmobil, mit neuen Zielgruppen und Produkten die Trendwende zu erreichen. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Fußball. Nach einer Kooperation mit dem DFB zur Weltmeisterschaft 2026 soll im September erstmals eine Figurenserie mit allen Bundesliga-Clubs erscheinen. Ein limitiertes Bundesliga-Starter-Set war nach Unternehmensangaben bereits wenige Tage nach Verkaufsbeginn ausverkauft.

Zudem arbeitet Playmobil mit Mattel‑Marken wie Barbie und Monster High sowie der Wrestling‑Organisation WWE zusammen. Im Herbst soll außerdem Playmobil hi! auf den Markt kommen. Dabei wird das klassische Spielsystem um einen interaktiven Rucksack für Figuren ergänzt. Dieser soll Geschichten, Geräusche, Rätsel und weitere Spielimpulse bieten. Das System kommt laut Unternehmen ohne Bildschirm und WLAN aus und umfasst mehr als 500 Audioelemente. 

www.playmobil.com