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Schweizer Online-Konsum wächst 2025 erneut um sechs Prozent

Jahr 2025 konnte der Schweizer Onlinehandel erneut um +6 Prozent wachsen und liegt bei insgesamt 15.8 Milliarden Schweizer Franken. Der Inlandumsatz wuchs gleichfalls um +6 Prozent auf 13 Milliarden Schweizer Franken. Grösster Gewinner auf dem Schweizer Markt ist wiederum Digitec Galaxus. Generell behaupten die Marktplätze weiterhin ihre Vormachtstellung. Fast die Hälfte der Top 30 Onlinehändler sind Marktplätze. Bei den Branchen konnte die Heimelektronik mit einem Plus von +11 Prozent zum Vorjahr das grösste Wachstum erzielen. Durch den Branchenprimus Zalando war es nach fünf Jahren im Minus auch der Fashionbranche möglich, mit einem leichten Plus von +2.5 Prozent, das Jahr 2025 erfolgreich abzuschliessen. Nach einem Wachstum von +18 Prozent im Jahr 2024 hat sich der Zuwachs im Auslandsumsatz im Jahr 2025 auf +8 Prozent abgeflacht und liegt nun bei 2.8 Milliarden Schweizer Franken.

Was wird in der Schweiz bestellt?

Händler mit Hauptsortiment Heimelektronik machen weiterhin den grössten Anteil am Onlinehandel mit 28 Prozent Marktanteil aus. Gefolgt von Fashion mit 16 Prozent und Home & Living mit 15 Prozent. Diese drei Non-Food Branchen teilen sich knapp 60 Prozent des Schweizer Online Marktes. Food mit zehn Prozent komplettiert die wichtigsten vier Branchen, wobei insbesondere der Wein- und Getränkehandel den grössten Online-Anteil verzeichnet. Universalversender, Sport, Bücher/ Medien, DoIt und Health & Beauty liegen unter der zehn Prozent Marke.

Verlierer- und Gewinner-Branchen 

Es lassen sich weiterhin sehr unterschiedliche Branchenentwicklungen beobachten: So konnte die Heimelektronik mit einem Plus von +11 Prozent zum Vorjahr das grösste Wachstum erzielen. Durch den Branchenprimus Zalando war es nach fünf Jahren im Minus auch der Fashionbranche möglich, mit einem leichten Plus von +2.5 Prozent, das Jahr 2025 erfolgreich abzuschliessen. Marktplätze und Portale zählen auch in diesem Jahr zu den Gewinnern. Sowohl Home & Living mit einem Plus von +8 Prozent und DoIt mit +11 Prozent lagen gut über dem Vorjahr.

Steigende Direktimporte

Der Onlineeinkauf im Ausland wächst mit 2.8 Milliarden Schweizer Franken weiter, erfährt aber ein Abflachen des Wachstums. Mit einem Plus von +8 Prozent zu 2024 ist fast ein Gleichstand mit dem Inlandwachstum entstanden. Die Kleinpakete aus Asien machen mit ca. 20 Millionen Paketen pro Jahr immer noch den Löwenanteil der ausländischen Pakete aus. Für den Schweizer Handel stellt die Nichteinhaltung der Schweizer Gesetzgebung durch diese Plattformen weiterhin ein Ungleichbehandlung dar und parlamentarische Vorstösse zu Gesetzesanpassungen sind aktuell in der Abstimmung. Dies beginnt bei der Verletzung der Produkthaftpflicht und des Produktsicherheitsgesetzes und reicht bis hin dazu, dass diese Plattformen keine vorgezogene Recyclinggebühren auf Elektronikartikel zahlen (ca. 80 Prozent der Pakete beinhalten Elektronikartikel). Zusätzlich ist die Kontrolle dieser Pakete zu gering, um Gesetzesverstösse ermitteln zu können. Daher fordert der Handelsverband.swiss eine Einführung einer Paketgebühr, um diese Kontrollen zu erhöhen und zu finanzieren.

Vormachtstellung der Marktplätze

Die Studienergebnisse zeigen deutlich die Vormachtstellung der Marktplätze. Speziell der Branchenprimus Digitec Galaxus, aber auch Zalando oder Ricardo bauen ihren Vorsprung markant aus. Wie die Auswertung von Carpathia zeigt, sind unter den 30 Top B2C-Onlineshops 13 Marktplätze vertreten.

Ausblick 2026

Die Studienautoren gehen davon aus, dass der Online-Konsum 2026 weiter wachsen wird. Der Januar 2026 zeigt gute Tendenzen. Sie rechnen mit einem Wachstum im Onlinebereich von ca. +5 Prozent für das Jahr 2026 aufgrund einer weiterhin verbesserten Konsumentenstimmung. Die Vormachtstellung der Schweizer Marktplätze und Portale wird weiter zunehmen. Die Konkurrenz von ausländischen Plattformen bleibt erhalten. Die Thematik rund um AI-driven Commerce mittels AI-Agenten wird in den nächsten Jahren vermehrt Relevanz erlangen und sich im Bereich der Produktsuche und des Einkaufs etablieren. Im Detailhandel werden die Multikanal- Anforderungen sowohl auf der Fläche wie in den digitalen Kanälen weiter zunehmen und sich etablieren. Auch im Discounterbereich werden sich die europäischen Mitbewerber in der Schweiz ausbreiten und ihren Platz einfordern. Social Commerce wird insbesondere für die Generation Z zunehmend wichtiger und eröffnet den Händlern zusätzliche Verkaufskanäle. Konsumentinnen und Konsumenten werden immer häufiger nach dem Motto «hier und jetzt – unabhängig davon, ob stationär oder online» einkaufen.

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