bvpk sieht Silvesterfeuerwerk als kulturellen Wert
Zum bundesweiten Verkaufsstart von Silvesterfeuerwerk am 29.12.2025 äußert sich der Bundesverband für Pyrotechnik und Kunstfeuerwerk e.V. (bvpk) zum kulturellen Wert der Feuerwerkerei. Der Verein ruft zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Pyrotechnik auf und warnt eindringlich vor illegaler Pyrotechnik, dem privaten Einsatz von Feuerwerk für den professionellen Gebrauch durch Laien sowie vor gefährlichen Eigenbauten.
Zum Jahreswechsel die Funken fliegen zu lassen birgt für viele Menschen eine ganz besondere Faszination. bvpk-Geschäftsführer Felix Martens: „Silvesterfeuerwerk erzeugt einen sozialen Resonanzraum: Wir blicken gemeinsam in den erleuchteten Nachthimmel – und spüren über Distanzen, dass auch andere ihre Errungenschaften feiern, Sorgen und Ängste zurücklassen und das Kommende begrüßen. Für Minuten entsteht eine geteilte Gegenwart, die soziale Grenzen überbrückt“. Der Brauch zum Jahreswechsel sei individuell und dennoch demokratisch und kollektiv. Er sei säkular, transkulturell und stifte ein Gefühl von Gemeinschaft. „Diese kurzen Momente des gesellschaftlichen Gleichklangs sind in unserer individualisierten und polarisierten Gesellschaft selten und von hohem Wert. Die hohe Nachfrage nach Feuerwerk ist Ausdruck einer Sehnsucht nach Gemeinschaft und gemeinsamen Ritualen“, so Martens.
Illegales Feuerwerk und Alternativen
Der operative Geschäftsführer und Pressesprecher des bvpk, Christoph Kröpl, empfiehlt dringend, ausschließlich zugelassenes Feuerwerk der Kategorien F1 (ab 12 Jahren) und F2 (ab 18 Jahren) mit CE-Siegel im Fachhandel zu kaufen und die Gebrauchsanweisungen vorab zu lesen: „Weil Feuerwerk in Deutschland auf eine sehr kurze Zeit im Jahr konzentriert ist, muss der sichere Umgang jedes Jahr neu verinnerlicht werden. Wer vorbereitet ist, Abstand hält und nüchtern bleibt, sorgt dafür, dass Silvester für alle ein guter Start ins neue Jahr wird. Schwere Verletzungen entstehen in der Regel nicht durch geprüftes Silvesterfeuerwerk, sondern durch illegale Verwendung von Gegenständen der Kategorien F3 oder F4 ohne Erlaubnis."
Gleichzeitig wirbt der Verein für lärmreduziertes Feuerwerk mit Fokus auf farbenfrohe Effekte. „Ein schönes Silvester ist für mich sicher und bunt und nicht maximal laut“, so Kröpl. „Wer Rücksicht nimmt, setzt eher auf geräuschärmere Batterien, Vulkane, Raketen und andere Lichteffekte und verwendet Böller möglichst nur dort, wo sie niemanden stören. Das verbessert die Stimmung in der Nachbarschaft, auch über Mitternacht hinaus.“
Sachliche Debatte gefordert
Das kollektive Feuerwerk zum Jahreswechsel sei das größte Kunstwerk der Bundesrepublik und Europas. Dass Kunst polarisiert, gehöre dazu, so Christoph Kröpl. Kritik übt der bvpk-Pressesprecher an “Angstnarrativen und Polemiken von Anti-Feuerwerks-Akteuren”: „Die Deutsche Umwelthilfe erweckt zum Verkaufsstart von Feuerwerk den Eindruck, dass es an Silvester gar nicht genug Eskalation geben könne, wenn sie etwa vor einer “Horrornacht” warnt. Verzerrung und Polemik verhindern eine sachorientierte Debatte über Umweltschutz, Sicherheit, und die Weiterentwicklung eines für viele Menschen wichtigen Kulturguts zu führen.“