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Social-Media-Sucht-Risiko in der Generation Z hat sich verdoppelt

Problematische Social-Media-Nutzungsmuster haben bei jungen Erwachsenen innerhalb nur eines Jahres deutlich zugenommen. In der Generation Z zeigen im Jahr 2026 51 Prozent problematische oder pathologische Social‑Media‑Nutzungsmuster. Im Jahr 2025 waren es noch 25 Prozent. Besonders deutlich fällt die Entwicklung bei jungen Männern aus: Bei ihnen liegt der Anteil 2026 bei 58 Prozent.
Das zeigt die Fortsetzung der gemeinsamen Untersuchungen von YouGov und der Macromedia University of Applied Sciences zur Social-Media-Nutzung. Bereits 2025 hatte die Studie ergeben, dass 15 Prozent der erwachsenen Bevölkerung ein hohes Risiko für Social-Media-Sucht oder Anzeichen pathologischer Nutzung zeigen. Ein Jahr später zeigt sich dieser Anteil mit 16 Prozent nahezu unverändert. Hinter dem stabilen Gesamtwert verbergen sich jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den Generationen.

Suchtrisiko bei Millennials, Gen X und Baby Boomern unverändert

Während sich die Situation bei der Generation Z deutlich verschärft, zeigt sich in den übrigen Generationen keine vergleichbare Entwicklung. Bei den Millennials sank der Anteil mit hohem Risiko oder Anzeichen pathologischer Nutzung sogar von 26 auf 22 Prozent, bei der Generation X von 12 auf 11 Prozent. Unter den Baby Boomern liegt er in beiden Jahren bei rund vier Prozent.

„Wenn innerhalb eines Jahres aus jedem Vierten mit problematischen Social-Media-Nutzungsmustern jeder Zweite in der Gen Z wird, ist das ein Befund, den wir ernst nehmen müssen", sagt Prof. Dr. René Arnold, Studienleiter und Professor für Management an der Macromedia University. „Wir haben deshalb zunächst geprüft, ob Unterschiede zwischen den Stichproben diesen Anstieg erklären können. Alter, Beschäftigung, Region und weitere Merkmale spielen tatsächlich eine Rolle. Sie dämpfen den Ausschlag, beseitigen ihn aber nicht", erklärt Kathrin Schäfer, Research Managerin bei YouGov.

Junge Männer stechen besonders hervor

Ein zweiter Befund verschärft das Bild. Bei Männern der Generation Z zeigen 2026 58 Prozent problematische oder pathologische Social-Media-Nutzungsmuster und bei Frauen liegt der Anteil bei 40 Prozent. In der Gesamtbevölkerung ist der Geschlechterunterschied wesentlich kleiner. Dort liegen die entsprechenden Anteile bei 19 Prozent der Männer und 12 Prozent der Frauen.

Damit widersprechen die Ergebnisse auch der verbreiteten Vorstellung, problematische Social-Media-Nutzung sei vor allem ein Thema von Kindern oder weiblichen Jugendlichen. Bereits die Analysen von 2025 hatten gezeigt, dass problematische Nutzungsmuster nicht mit dem Übergang ins Erwachsenenalter verschwinden. Die neuen Ergebnisse lenken den Blick nun besonders auf junge Männer.

„Wir sehen hier keine Diagnose für jeden zweiten jungen Mann und können aus zwei Querschnittsbefragungen noch keinen langfristigen Trend ableiten", betont Arnold. „Aber wir sehen ein ungewöhnlich starkes und robustes Signal in genau dieser Gruppe. Die entscheidende Frage ist jetzt, was sich bei jungen Erwachsenen und insbesondere bei jungen Männern verändert hat."

Für die weitere Forschung rücken damit die konkreten Mechanismen und Folgen der Social-Media-Nutzung in den Mittelpunkt. Denn die bisherigen Analysen zeigen vor allem eines: Der starke Ausschlag in der Generation Z lässt sich nicht einfach als Stichprobeneffekt abhaken.

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