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Studie: 40 Prozent der jungen Nutzer plaudern lieber mit KI als dem Freundeskreis

Künstliche Intelligenz ist im Alltag der Deutschen angekommen – getrieben vor allem durch die Gen Z. 96 Prozent der 18- bis 29-Jährigen nutzen KI privat für Recherche, Ratschläge oder eine nette Plauderei. Diese jungen Nutzer finden es mehrheitlich völlig normal, sich mit Chatbots zu unterhalten. Oft erscheint ihnen der Austausch mit ChatGPT und Co. sogar unterhaltsamer als Gespräche mit Freundn oder Verwandten. Das sind Ergebnisse der Studie KI-Nutzung im privaten Alltag 2026 der Pronova BKK.

Warum noch mit menschlichen Freunden sprechen, wenn ich jederzeit und überall mit der künstlichen Intelligenz (KI) chatten kann – und sie genauso antwortet, wie ich es mir wünsche. So denken anscheinend viele unter 30-Jährige und auch 30 Prozent der KI-Nutzer aller Altersgruppen. "Unsere sozialen Fähigkeiten verarmen, wenn wir der KI gegenüber menschlichen Gesprächen den Vortritt geben. KI fördert klare, fertige Antworten statt offener Gesprächsprozesse und verändert damit bereits das Kommunikationsverhalten", sagt Patrizia Thamm, Referentin der Gesundheitsförderung bei der Pronova BKK sowie Trainerin für Resilienz und Achtsamkeit, "In der Auseinandersetzung mit anderen Menschen erleben wir Reibungen, abweichende Perspektiven, Kritik und Unsicherheit. Genau daran wachsen wir. Wenn Menschen diese Erfahrungen zu stark an KI auslagern, trainieren sie wichtige Fähigkeiten wie Frustrationstoleranz, Konfliktfähigkeit und die Fähigkeit zur Selbstreflexion weniger. Hinzu kommt: KI ist darauf ausgelegt, eher bestätigend als konfrontativ zu antworten. Doch Widerspruch brauchen wir, weil er uns vor einem verzerrten Selbstbild schützt."

Rund drei Viertel der Nutzer vertrauen KI-Tipps 

Der Ratschlag einer KI kann hilfreich sein, aber auch schlicht falsch. Denn die Technologie ist fehleranfällig: Etwa jeder zweite junge KI-Nutzer ist bereits auf Fake News oder Halluzinationen der KI reingefallen. Trotzdem bleibt das Vertrauen gerade der Generation Z groß. 82 Prozent der unter 30-jährigen KI-Nutzer überprüfen die Antworten von ChatGPT und Co. nur selten oder nie. Rund drei Viertel haben einem Chatbot bereits persönliche Informationen gegeben – zu Alter, Geschlecht und mehr. Und das, obwohl 67 Prozent der jungen KI-Nutzer große Sorge haben, dass die Informationen aus Gesprächen mit KI-Chatbots in falsche Hände gelangen.

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