Menu

Studie: Generation Future agiert mit neuen Prioritäten

Die Zukunftsstudie 2026 der Schörghuber Gruppe zeigt einen Stimmungswandel innerhalb der Generation Future: Im Vergleich zur ersten Zukunftsstudie vor zwei Jahren blicken junge Menschen heute spürbar weniger optimistisch in die Zukunft. Die neue Realität mit ihren globalen Krisen, wirtschaftlichen Unsicherheiten und gesellschaftlichen Herausforderungen ist bei den Befragten angekommen. Doch von Resignation oder Pessimismus kann keine Rede sein.

"Wir sehen ganz klar, dass die Generation Future ihren Alltag pragmatisch auf die geänderten Bedingungen angepasst hat. Sie schaffen sich damit selbst, was die äußeren Umstände angesichts globaler Krisen nicht bieten können: ein Gefühl von Stabilität, Beständigkeit und Sicherheit", konstatiert Florian Schörghuber, CEO der Schörghuber Gruppe.

Dies ist die zentrale Erkenntnis einer Studie, die die in München ansässige Schörghuber Gruppe in diesem Jahr zum dritten Mal angestoßen hat. Begleitet wurde sie erneut vom Kindheits- und Jugendforscher Prof. Dr. Klaus Hurrelmann. Für die Studie wurden 2.000 Menschen im Alter von 16 bis 35 Jahren befragt – sie repräsentieren die Generationen Y und Z und damit die Gruppe von Menschen, die unsere Gesellschaft in den kommenden Jahrzehnten entscheidend prägen werden. 

Arbeit zwischen Selbstverwirklichung und Pragmatismus

Die junge Generation verbindet die Arbeit mit Selbstverwirklichung, für die Zufriedenheit im Leben ist das Arbeiten ein zentraler Faktor. Die mit Abstand wichtigste Erwartung lautet dabei: Arbeit soll Spaß machen (79 Prozent Zustimmung).

Wohnen: Hohe Ansprüche treffen auf pessimistische Realität

Das Wohnen wird von der Generation Future als wichtigster Faktor für Lebensqualität angesehen: Nur gut ein Drittel der 16- bis 35-Jährigen kann sich vorstellen, künftig mit weniger als den durchschnittlich pro Person in Deutschland zur Verfügung stehenden 49 Quadratmetern auszukommen. Dementsprechend geben die meisten an, bis zu 30 Prozent ihres Einkommens dafür ausgeben zu wollen, knapp ein Drittel sogar bis zu 40 Prozent.

Konsum: Pragmatischer Umgang mit Nachhaltigkeit

Für die Generation Future hat Konsum als Selbstzweck kaum Bedeutung, für ihre Lebensqualität rangiert das Thema auf den letzten Platz. Stattdessen zählen soziale Kontakte und gemeinsam verbrachte Zeit.

Fast die Hälfte der Befragten bevorzugt den pragmatischen Einkauf, wie etwa in Supermärkten oder bei großen Modeketten. Das deutet darauf hin, dass Bequemlichkeit, Verfügbarkeit und Effizienz wichtiger sind als Individualität oder besondere Einkaufserlebnisse.

Die junge Generation setzt sich beim Konsum selbst ökologische Ziele, verfällt dabei jedoch nicht in einen ideologischen Aktivismus. 37 Prozent der Befragten geben an, ihr Konsumverhalten bereits stark oder sehr stark an Umweltzielen auszurichten. Dies zeigt, dass ökologische Fragen im Alltag präsent sind. Allerdings eher in einem praktischen Sinn. 41 Prozent entscheiden je nachdem, was für sie sinnvoll oder praktikabel ist und zu ihrem Lebensstil passt.

Erkenntnisse der einzelnen Themenbereiche