TIE kritisiert BPA-Migrationsgrenzwert in Spielwaren
Toy Industries of Europe (TIE) reichte eine Stellungnahme zur Konsultation der EU-Kommission über die vorgeschlagenen Änderungen der Spielzeugsicherheitsrichtlinie ein. TIE unterstützt zwar wissenschaftlich basierte regulatorische Maßnahmen und die vorgeschlagene Beschränkung von Lilial, kritisiert aber den vorgeschlagenen BPA-Migrationsgrenzwert.
Bisphenol A (BPA) ist eine Chemikalie, die als hormonell wirksam und reproduktionstoxisch eingestuft wird. BPA kann in harten Kunststoffen oder über Farben, Lacke und Epoxidharze in Spielwaren gelangen. Toy Industries of Europe (TIE) – der DVSI ist TIE-Mitglied, Geschäftsführer Ulrich Brobeil ist Member of the Board, DVSI-Experten arbeiten in den Gremien mit – hat seine Stellungnahme zur Konsultation der Europäischen Kommission über die vorgeschlagenen Änderungen der Spielzeugsicherheitsrichtlinie eingereicht. Die Stellungnahme unterstützt die vorgeschlagene Beschränkung von Lilial, einem Duftstoff, der als reproduktionstoxisch eingestuft wurde. TIE befürwortete außerdem die Streichung von Verweisen auf ältere Prüfnormen nach EN 71, wodurch neuere Prüfmethoden EU-weit formell anerkannt und angewendet werden könnten. TIE äußerte jedoch Bedenken hinsichtlich des vorgeschlagenen Grenzwerts für die Migration von Bisphenol A (BPA) in Spielzeug. Obwohl TIE die Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit befürwortet, ist der Dachverband der europäischen Spielzeughersteller der Ansicht, dass der vorgeschlagene Grenzwert zu nahe an der technischen Nachweisgrenze des Referenzprüfverfahrens liegt, was die Prüfung und Durchsetzung der Konformität erschweren könnte. TIE hat daher eine Überarbeitung des BPA-Grenzwerts und eine Übergangsfrist von 18 Monaten gefordert, um Herstellern, Laboren und Marktüberwachungsbehörden ausreichend Zeit zur Anpassung an die neuen Anforderungen zu geben.