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Trendbarometer Industriekommunikation 2026: KI wird zum Standard

Der Bundesverband Industrie Kommunikation e.V. (bvik) hat in einer neuen Studie die Trends untersucht, die für das Marketing im deutschen Mittelstand künftig eine wichtige Rolle spielen. Zentrale Ergebnisse: Künstliche Intelligenz (KI) prägt alle relevanten Trends im B2B-Marketing. Allerdings mangelt es in vielen Unternehmen noch an klaren Regeln für den Umgang mit KI sowie an einem Verständnis der menschlichen Bedürfnisse, denn ein vertrauensvolles Kundenverhältnis lässt sich nicht vollständig durch KI-Algorithmen ersetzen. Die Studie basiert auf einem Workshop mit Vertretern aus Industrie und Agenturen sowie einer anschließenden Online-Befragung. Die Ergebnisse veröffentlicht der Bundesverband in der Studie "Trendbarometer Industriekommunikation 2026".

86 Prozent der Befragten halten die Optimierung für KI-Suchmaschinen für notwendig, da Recherchen zunehmend über digitale Assistenten erfolgen. Drei Viertel sehen in KI-gestützten personalisierten Inhalten auch im B2B einen wichtigen Hebel für neue Verkaufschancen. Allerdings erleben nur 53 Prozent der Studienteilnehmenden das Marketing aktuell als zentralen Treiber der Digitalisierung im Vertrieb.

Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität

"Wie die Studie zeigt, klafft noch eine bemerkenswerte Lücke zwischen Vision und Umsetzung", sagt Prof. Dr. Seon-Su Kim, der die Studie wissenschaftlich begleitet hat. "Noch größer ist die Diskrepanz zwischen technologischem Fortschritt und menschlicher Kompetenz." Trotz klarer Effizienzpotenziale fällt es vielen Unternehmen offenbar noch schwer, KI insbesondere bei kostenintensiven Marketingmaßnahmen wie beispielsweise Messen wirksam einzusetzen.

Marketing als Faktor für den Wirtschaftserfolg

Professor Kim betont, dass der Einsatz von KI künftig messbare Wirkung entfalten müsse. Gleichzeitig warnt er vor einer "fatalen Vernachlässigung des Menschlichen" im Marketing: Vertrauen, Empathie und echtes Kundenverständnis ließen sich nicht vollständig algorithmisch abbilden. Der Vorstandsvorsitzende des bvik, Kai Halter, sieht im einseitigen Technologiefokus ein Risiko für die Zukunftsfähigkeit des Marketings: "Wir brauchen klare Lernpfade und Strukturen, die Technik- und Menschenkompetenzen gemeinsam entwickeln." Der bvik identifiziert hier besonderen Handlungsbedarf im Mittelstand, der unter hohem Wettbewerbsdruck steht.

Handlungsempfehlungen des bvik

"Unsere Studie zeigt, dass sich die Marketingverantwortlichen zunehmend zwischen operativer Vertriebsnähe und strategischer Verantwortung bewegen", sagt Ramona Kaden, Geschäftsführerin des bvik. "Jetzt braucht es klare Prioritäten und Ziele, antizyklische Investitionen ins Marketing und neue Formen der internen wie externen Zusammenarbeit."

Die Studie als Download