Warner Bros. will wieder mit Paramount verhandeln
Im Bieterkampf um Warner Bros. gibt es eine neue Entwicklung: Der Hollywoodkonzern will wieder mit Paramount Verhandlungen aufnehmen.
Der Bieterkampf um das Hollywood-Urgestein Warner Bros. geht in eine neue Runde. Der Konzern stimmte zu, die Verhandlungen mit Paramount doch wieder aufzunehmen. Am 16 Februar hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf informierte Personen berichtet, dass bei Warner Bros. diskutiert wird, ob Paramount einen besseren Deal bieten könnte als der Streaminganbieter Netflix. Nun sind die Voraussetzungen für einen möglichen zweiten Bieterkampf geschaffen. Die Aktien von Warner und Paramount legten vorbörslich zu.
Warner Bros. und Netflix waren Anfang Dezember eine verbindliche Übernahmevereinbarung eingegangen. Wenige Tage später schmiss Paramount seinen Hut in den Ring und bot 108,4 Milliarden US-Dollar (92 Mrd. Euro) für den gesamten heutigen Warner-Konzern.
Vor knapp einem Monat änderte Netflix dann sein Gebot und will seine bisherige Offerte von knapp 83 Milliarden US-Dollar (70 Mrd. Euro) inklusive Schulden für das Studio- und Streaminggeschäft von Warner seitdem komplett in bar bezahlen. Die TV-Sender wie CNN sollen dabei in ein eigenständiges Unternehmen abgespalten werden. Paramount bot anschließend an, die Zahlung von 2,8 Milliarden Dollar zu übernehmen, die Warner Bros. an Netflix bei einer Auflösung des bereits vereinbarten Übernahmedeals mit dem Streamingriesen überweisen müsste.
Der Mitteilung zufolge hat sich Warner Bros. nun mit Netflix geeinigt, sieben Tage lang mit Paramount über die Bedingungen seines jüngsten Angebots zu verhandeln. Die Entscheidung fiel, nachdem ein Banker von Paramount einem Warner-Vorstandsmitglied eine Offerte von mindestens 31 Dollar pro Aktie in Aussicht gestellt hatte. Das ist 1 Dollar pro Aktie mehr als das letzte Angebot von Paramount. Das Unternehmen erklärte außerdem, dass das aktuelle Angebot nicht sein “bestes und endgültiges” sei.
WBD erklärte laut der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag, es bevorzuge nach wie vor das Angebot von Netflix. Die Aktionärinnen und Aktionäre sollen darüber auch weiterhin am 20. März abstimmen.
Quelle: spiegel.de