YouGov: Die neuen Werbelieblinge
Es gibt sie! Die Werbung, die Menschen gern sehen, die sie nicht wegklicken und die sie nicht nervt, sondern die Köpfe verdreht. YouGov und Spikes zeigen die besten 15 Werbe-Kampagnen, die Menschen im Alltag begeistern und die aus hunderten von Nennungen deutscher Verbraucher herausstechen. Dafür wurden von September bis November 2024 13.000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland bevölkerungsrepräsentativ befragt.
Auf Platz 1 findet sich ein neuer Spitzenreiter: Die Deutsche Telekom mit Kater Peter als viertes Familienmitglied, der im Internet surft, tindert und andere Katzen einlädt. Denn ab der vierten Handy-Karte kostet es nur 16,20 € im Monat. Das bringt die Deutschen zum Lachen (85,4 Prozent der Menschen, die Telekom als Werbeliebling nannten) und bringt sie dazu, mit Freunden und der Familie darüber zu reden (41,5 Prozent).
Auf Platz 2 folgt Dauersieger Haribo mit seiner Kinderstimmenkampagne. Auch sie bringt die Deutschen zum Lachen (89,7 Prozent) und weckt Freude (48,9 Prozent). Dabei fallen vor allem zwei Filme auf: die Wanderer, die der philosophischen Frage nachgehen, warum die Goldbären eigentlich lächeln, und die Gärtner im Gewächshaus.
Auf Platz 3 folgt Amazon. Die E-Commerce-Plattform legt einen Frühstart mit einem rührenden Weihnachtsfilm hin: Über einen Hausmeister eines Theaters, der während der Arbeit singt, und zwar so gut, dass ihm die Kollegen einen Smoking kaufen und einen Bühnenauftritt im eigenen Theater organisieren. So sorgt Amazon für Überraschung (29,2 Prozent), zeigt Purpose (27,7 Prozent) und gibt Menschen das Gefühl, Teil eines großen Ganzen zu sein (18,2 Prozent).
Auch Lidl ist unter den Werbelieblingen vertreten, und zwar mit dem Klassiker: Babys, die über Windeln fachsimpeln. Gutes Geschäft? Großes Geschäft! So viel Offenheit überrascht die Menschen ordentlich: 19,7 Prozent.
Ikea feiert zum 50-jährigen Jubiläum nicht die großen emotionalen Momente – sondern traut sich etwas und feiert auch all‘ die Missgeschicke, die wir alle kennen: Wenn beim Zusammenbau noch Schrauben übrig sind und wir uns fragen, warum die Schublade klemmt. Oder wenn wir nach dem Großeinkauf feststellen, dass der Kofferraum nicht mehr zugeht. Und das wirkt auf die Verbraucher nicht schlecht: 34,7 Prozent erkennen den Purpose von Ikea, und 40,0 Prozent macht es Spaß.
Hornbach erinnert uns, auf unsere Hände zu hören. Mit einem Spot, in dem die Hände eines Heimwerkers ein Eigenleben entwickeln und ihn weg vom Sofa, weg vom Handy, die Treppe herauf zum halbfertigen Parkett auf dem Dachboden ziehen, damit er endlich sein Projekt fertigstellt. Das finden 42,5 Prozent überraschend, 85,1 Prozent lustig, und darüber redet man mit Freunden (34,0 Prozent).