YouGov: Retail Media wirkt – aber anders als gedacht
Retail Media gehört zu den am schnellsten wachsenden Bereichen im Marketing. Doch wie nehmen Shopper die verschiedenen Werbeformate am Point of Sale tatsächlich wahr – und welche führen wirklich zum Kauf? Die neue YouGov-Studie „Retail Media aus Shopper-Sicht: Wahrnehmung, Wirkung, Wirklichkeit" liefert erstmals umfassende Antworten aus Verbrauchersicht und zeigt: Nicht jede Retail-Media-Maßnahme wirkt gleich stark.
Höchste Wirkung durch App-Coupons
Die Studie zeigt: Die höchste Wirkung entsteht dort, wo Retail Media einen konkreten Mehrwert bietet. App-Coupons führen die Rangliste der inspirierendsten Werbeformate an. Physische Touchpoints wie Zweitplatzierungen und Regalwerbung erzielen deutlich höhere Aufmerksamkeit als digitale Screens im Geschäft.
Handel informiert noch vor klassischen Medien
Bereits vor dem Einkauf spielen Handelskanäle die zentrale Rolle: Gedruckte Werbeprospekte (67 Prozent), Händler‑Apps (53 Prozent) und digitale Handzettel (38 Prozent) nutzen Shopper als Informationsquelle. Der Handel schlägt klassische Kanäle wie TV, Radio und Social Media auch, wenn es darum geht, auf (neue) Produkte und Marken aufmerksam zu machen.
Kategorie-Unterschiede: Genuss schlägt Vorrat
„Wir sehen in unserer Studie, dass Retail Media wirkt, aber nicht jede Retail-Media-Maßnahme wirkt gleich”, sagt Sonia Lopez Sanchez, Media Solutions Lead Germany bei YouGov. „Wer die Wirkung von Retail Media maximieren möchte, sollte auf Maßnahmen setzen, die Shoppern im Kaufmoment einen klaren Mehrwert bieten. Preisvorteile, Zweitplatzierungen und relevante Orientierung im Kaufmoment erzielen dabei die stärksten Effekte. Gleichzeitig zeigt sich, dass eine zielgruppengenaue Aktivierung und kategoriespezifische Priorisierung entscheidend sind, um das volle Potenzial von Retail Media auszuschöpfen.