Spielwarenmesse: Studie: Spielen gegen Vereinsamung

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Studie: Spielen gegen Vereinsamung

11. März 2019 12:33 Uhr:

Das Spielen von Gesellschaftsspielen fördert Verständnis und Austausch zwischen Generationen

  • Gesellschaftsspiele bringen Jung und Alt zusammen und fördern das gegenseitige Verständnis zwischen den Generationen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass das Gesellschaftsspiel das ideale Medium ist, damit sich Jung und Alt begegnen können.

Petra Fuchs hat im November 2018 im Rahmen ihrer Bachelorarbeit „Gesellschaftsspiele als Medium der Sozialen Arbeit – wie Spielen verbindet“ eine Online-Umfrage durchgeführt und 1433  Personen zwischen 16 und 85 Jahren, die regelmäßig spielen, zu ihren Erfahrungen im Spiel befragt.

Untersucht wurde unter anderem, wie häufig die Befragten mit anderen Generationen spielen und wie gerne. Während 60% angaben, oft bis sehr oft mit anderen Altersgruppen zu spielen gab es nur bei 13% der Befragten keine Berührungspunkte. Das Spiel mit anderen Generationen wurde von 70% der befragten Teilnehmer als vorteilhaft bewertet.

Als Vorteile wurden unter anderem genannt, dass das gemeinsame Spiel zwischen Menschen verschiedenen Alters die Kommunikation und das Erleben gemeinsamer Zeit fördert und Spaß macht. Gesellschaftsspiele können daher deutlich dazu beitragen, der Vereinsamung entgegenzuwirken. Aber auch der Erfahrungs- und Wissensaustausch sowie die Förderung verschiedenster sozialer und kommunikativer Kompetenzen wurden benannt.

Nur 1% der Befragten gaben an, mehr Nachteile als Vorteile beim Spielen mit anderen Generationen zu sehen. Als schwierig wurden vor allem unterschiedliche Interessen und Fähigkeiten in altersgemischten Spielegruppen empfunden.

85% der Befragten sind sicher, dass das Spielen von Gesellschaftsspielen zum Verständnis zwischen den Generationen beiträgt.

Doch welche Spiele sind geeignet, um verschiedene Generationen an einen Spieletisch zu bringen? Über 700 Spiele wurden in der Umfrage von den Befragten genannt. Altbekannte Spiele wie Mensch ärgere Dich nicht, Uno, Monopoly und Siedler standen hoch im Kurs. Doch auch moderne Spiele wurden nicht selten gelistet. Azul, Quixx, Dixit, Dog und Codenames landeten dabei auf den ersten Plätzen unter den Spielen, die nicht älter als 10 Jahre sind.

Das überraschendste Ergebnis bei der Auswertung ist nach Ansicht der Autorin, dass den Spielern der Austausch von Spielekultur ein großes Anliegen sei. Gemeint ist damit, dass jüngere Spieler von den älteren Generationen alte und klassische Spiele gezeigt bekommen, aber auch, dass die jüngere Generation den älteren Spielern zeigt, dass jedes Jahr tolle neue Spielkonzepte herauskommen.

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